Fernab vom typischen Touristen Trail

Fernab vom typischen Touristen Trail: Mosambik, Tofo

Auf der Suche nach einem exotischen Land, bei welchem es sich lohnt während zwei Wochen dem Winterblues zu entfliehen sind mein Freund und ich auf Mosambik gestossen. Nicht nur wegen der geografischen Lage, auch wegen des noch sehr spärlichen Tourismus und den unglaublich tollen Stränden sowie der unberührten Natur, wollten wir mehr über dieses Land erfahren.

Nach einigen Internetrecherchen waren wir sehr schnell überzeugt, dass Mosambik die perfekt Destination für uns und unsere Interessen – Surfen und Yoga, waren. Zugegeben, es war relativ herausfordernd, als wir die Reise im Jahr 2016 planten, da dieses Land nicht zu den Tourismus-Hotpoints zählt. Trotz allem haben wir rasch über einzelne Reiseblogs erfahren, dass die Ortschaft Tofo alles bietet, die unsere Neugier nach neuen Zielen stillen würde.

Da wir uns für einen günstigen Direktflug von Zürich nach Johannisburg entschieden, wollten wir die Hinreise nach Tofo im Vorfeld grob planen. Dies erwies sich als relativ schwierig, weshalb wir entschlossen, die Busfahrt dann direkt in Johannisburg zu buchen. Als wir in Johannisburg landeten, ging alles sehr schnell und nach einem Tag Sightseeing in der Stadt, sassen wir auch bereits im Minivan Richtung Norden. Nach einer knapp 14 stündigen Fahrt haben wir dann endlich unser Ziel erreicht. Es war finstere Nacht, als wir in unserer Unterkunft im Turtle Cove ankamen. Ebenfalls waren wir von der langen Reise sehr erschöpft, weshalb wir unseren ersten Eindruck auf den nächsten Morgen aufgespart hatten.

Tofo – überraschend, entspannt, vielfältig

Tofo war ursprünglich ein kleines Fischerdorf und entwickelte sich aufgrund der unglaublichen Fischvielfalt und der Möglichkeit, Walhaie und Mantas zu erleben, auch zu einem Geheimtipp unter Tauchern.

In Tofo ist alles fussläufig erreichbar, in 10 Min. ist der Ort durchwandert. Die Ortschaft wird nur durch eine sandige «Hauptstrasse» geziert, an der sich ein paar kleine einheimische Restaurants befinden. Die Locals sind alle super entspannt und wenn man Lust hat, etwas über die Kultur und Leute zu erfahren, kann man auch ein paar Wörter portugiesisch dazu lernen.

Die lokale Küche ist eine interessante Mixtur aus der portugiesischen Kolonialzeit und afrikanischen Gewürzen und Zubereitungsarten, die zwei bekanntesten Gerichte sind das scharfe Piri-Piri Chicken oder schmackhafte Matapa (Meeresfrüchte mit Maniokblättern und Reis).

Unterkunft Turtle Cove

Wir hatten uns im Vorfeld für die Unterkunft Turtle Cove entschieden, welche oberhalb des Ortes in den Dünen liegt und einen schönen Überblick über Tofo bietet.

Turtle Cove ist ein versteckter Zufluchtsort für Reisende, die den entspannten Rhythmus des Lebens in Tofo geniessen möchten. Das Turtle Cove befindet sich in Tofo, 20 km von der Stadt Inhambane und 450 km nördlich von Maputo entfernt. Versteckt inmitten der üppigen Palmengärten liegt das Turtle Cove nur 10 Gehminuten vom Surfspot und den umliegenden Badestränden entfernt.

Die Lodge zeigt sich in einem exotischen Ambiente inmitten der Palmengärten. Das Turtle Cove wurde in einer eindrucksvollen Mischung aus mosambikanischer, malischer und westafrikanischer Architektur erbaut und strahlt eine charmante und herzliche Begrüssung für Reisende aus. Das Turtle Cove bietet komfortable Übernachtungsmöglichkeiten, die von Chalets bis zu Hütten, Schlafsälen und Campingplätzen reichen.

Yoga und Surfen und andere Aktivitäten

Das Yoga in der Turtle Cove war phänomenal, mit einer brillianten Yogalehrerin (Laura Heininger), die zwischen zwei und drei Klassen zu unglaublich niedrigen Preisen anbot. Die eigenen Yoga-Bedürfnisse werden einem von den Lippen abgelesen und man fühlt sich, egal ob Anfänger oder als Fortgeschrittener-Yogi bestens aufgehoben. Wenn man seine Yoga-Praxis vertiefen möchte, ist dies ein unvergleichbarer Ort. Der Yoga Raum ist grossartig, mit einem speziell angefertigten Yoga Studio und mehr als genug Yogamatten!

Als Surfer ist die Positionierung von Turtle Cove sehr gut, jedoch muss man einen 10minütigen Spaziergang auf sich nehmen. Der Spot direkt am Ort Tofo, Tofo Strand, ist ein Beachbreak, wie er im Buche steht, inklusive der üblichen Sandbänke, die je nach Strömung unterschiedlich laufen. Wenn man vorhat, Mosambik speziell für das Surfen zu bereisen, empfehlen wir, dass man sich über die Wellen im Vorfeld gut informiert. Während unseres zweiwöchigen Aufenthalts waren die Wellen sehr klein und somit haben wir uns mit dem Longboard versucht. Auch wenn die Wellen im Mai nicht sehr berauschend waren, überzeugte uns das menschenleere Line-Up umso mehr. Das Wasser ist zudem glasklar und von der Temparatur sehr angenehm.

Was andere Aktivitäten betrifft, können wir Schnorkel-Ausflüge sowie Tauchgänge sehr empfehlen. Die Touren durch die Mangroven waren ein unvergessliches Erlebnis. Die Entdeckungstour dauert rund einen Tag und bleibt bestimmt für immer in positiver Erinnerung.