Wann beginnt Yoga?

Wenn Ruhe einkehrt dann passiert dies und das. Ja wann kommt denn diese Ruhe endlich? Wir schauen anstelle von zum Bauchnabel im Hund, zwischen unseren Beinen durch auf die Uhr, oder zu den Mit-Yogis.

Wenn wir vorm Studio-Kamin sitzen und die Augenschliessen rasen komplett unnötige Gedanken anstelle von der erstrebten Ruhe.

Im Savasana schlafen wir ein, oder finden’s ganz allgemein zu kurz.

Und nach der Lektion fühlen wir uns nicht im Zentrum, sondern im vollen Beginn eines Muskelkaters.

Aber genau all das ist Energie – genau das ist Yoga. Wir erkennen was ist. Das ist Aufmerksamkeit in der Tat. Wir fliehen nicht. Wir reagieren nicht (auch wenn nur aus Anstand). Wir sind und erkennen wie sich etwas in uns ändert. Zuerst in den Gedanken, dann in den Muskeln, dann in jeder Zelle unseres Körpers. Energie verteilt sich neu.

Das Leben ist nicht sentimental. Das Leben ist umso mehr ehrlich, gerecht und auch, wenn manchmal, ziemlich krass – nicht selten enorm spirituell.

Diese Erkenntnis kommt nicht mit dem Gesang der Engel im Hintergrund, sondern eben mit dem Muskelkater. Die Flexibilität im Herz, kommt nicht aus der Hundehaltung, sondern aus der Praxis danach (Savasana). Die Gelassenheit, die Geduld, die Toleranz und der Abstand der Gedanken ist ein Prozess dem wir unbewusst begegnen. Freunde und Familie erkennen diesen Wandel in uns meist bevor wir es an uns selbst sehen.

Stelle dir selbst weise Fragen.